Die Türkei verhängt Verbot gegen Berichterstattung über Mord am russischen Botschafter

Die Türkei verhängt Verbot gegen Berichterstattung über Mord am russischen Botschafter
Die Türkei verhängt Verbot gegen Berichterstattung über Mord am russischen Botschafter
Ein Gericht in Ankara hat den türkischen Medien untersagt, in ihren Berichten die Ermittlung des Mordes am russischen Botschafter in der Türkei, Andrej Karlow, zu behandeln. Der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge ging die Initiative für das Verbot von der Strafuntersuchungsbehörde der Staatsanwaltschaft in Ankara aus. Ebenso sei es den Journalisten verwehrt worden, die Fotos vom Tatort zu veröffentlichen.

Andrej Karlow, russischer Botschafter in der Türkei, wurde am 19. Dezember bei einem Attentat in Ankara bei der Einweihung einer russischen Fotoausstellung tödlich verletzt. Der Täter, der als 22-jähriger Mevlüt Mert Altıntaş identifiziert wurde und früher bei der Bereitschaftspolizei von Ankara gearbeitet haben soll, schoss dem Botschafter mehrmals in den Rücken und rief radikal-islamistische Parolen. Der Angreifer ist nach Angaben von türkischen Medien getötet worden. Der Botschafter verstarb kurz nach dem Attentat an seinen Schussverletzungen.

Medienberichte: Ermittler des Mordes an Botschafter kamen auf die Spur von Gülen-Anhängern