Eurasien-Autotunnel unter Bosporus in Istanbul eingeweiht

Eurasien-Autotunnel unter Bosporus in Istanbul eingeweiht
Eurasien-Autotunnel unter Bosporus in Istanbul eingeweiht
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, der Regierungschef Binali Yıldırım und der Parlamentssprecher İsmail Kahraman haben am Dienstag die Autotunnel am Meeresgrund des Bosporus festlich eröffnet, meldet RIA Nowosti. Ab jetzt ermöglicht es die 5.400 Meter lange Unterführung, den Weg zwischen den Vierteln Kazlıçeşme und Göztepe in 15 statt 90 Minuten zurückzulegen. Mit einer Durchlassfähigkeit von 100.000 Autos pro Tag soll der Tunnel den Verkehr der Bosporus-Brücken wesentlich entlasten.

„Die Eröffnung des Eurasien-Tunnels ist unser lang ersehnter Traum. Die Türkei, die seit 600 Jahren als eine Brücke zwischen dem Osten und dem Westen auftritt, verbindet auch weiterhin Kontinente. Keine Kraft wird die Türkei aufhalten und sie in die Knie zwingen. Gegen Terrorismus werden wir bis zu einem endgültigen Sieg kämpfen“, sagte Binali Yıldırım bei der Eröffnungszeremonie.

Die Kosten des Projekts belaufen sich auf 1,2 Milliarden US-Dollar.

Zurzeit wird in Russland die längste Brücke landesweit geschaffen. Das 19 Kilometer lange Bauwerk über die Straße von Kertsch wird von acht Stellen gleichzeitig sowohl auf See als auch auf dem Festland errichtet. Bei den Bauarbeiten werden mehr als 3.000 Arbeiter von 20 Baubetrieben eingesetzt. Insgesamt sind an der Errichtung der Krim-Brücke mehr als 100 spezialisierte Unternehmen beteiligt. Die Brücke soll im Dezember 2018 fertiggestellt werden, der reguläre Betrieb wird ab 2019 laufen.

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