Christine Lagarde wird ihren Gerichtsentscheid nicht anfechten

Christine Lagarde wird ihren Gerichtsentscheid nicht anfechten
Christine Lagarde wird ihren Gerichtsentscheid nicht anfechten
Die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, hat angekündigt, dass sie keine Berufung gegen den Bescheid des französischen Gerichts einlegen wolle. „Ich bin damit unzufrieden, aber es gibt Momente, wo man haltmachen, eine neue Seite aufschlagen und weitermachen soll. Also ich werde dieses Urteil mit Vergnügen nicht anfechten“, wird sie von TASS zitiert.

Am 19. Dezember hat ein Pariser Gericht Christine Lagarde wegen fahrlässigen Handelns in ihrem vorherigen Amt als Wirtschafts- und Finanzministerin Frankreichs schuldig gesprochen. Das Urteil sieht jedoch keine Strafe für die Delinquentin vor. Laut Medienberichten konnte Lagarde der Urteilsverkündung wegen ihrer Abreise nach Washington nicht beiwohnen.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko bei einem Treffen mit der Europäischen Kommission, mit Jean-Claude Juncker und Donald Tusk, im Rahmen des EU-Ukraine-Gipfel in Brüssel, 24. November 2016.

Christine Lagarde soll als französische Finanzministerin fahrlässig gehandelt haben, als sie im Jahr 2007 in einem Rechtsstreit mit dem Geschäftsmann und früheren Minister, Bernard Tapie, keinen Einspruch einlegte. Als Folge sollte Frankreich an Tapie über 400 Millionen Euro als Ausgleich der angeblichen Verluste beim Verkauf von Adidas zahlen. Lagarde zufolge habe sie in dem Fall nach bestem Gewissen gehandelt.