Jemen: „Islamischer Staat“ bekennt sich zu Selbstmordanschlag in Aden

Jemen: „Islamischer Staat“ bekennt sich zu Selbstmordanschlag in Aden
„Islamischer Staat“ bekennt sich zu Anschlag im Jemen
Die Terrororganisation „Islamischer Staat“ hat sich zu dem heutigen Anschlag im jemenitischen Aden bekannt, berichtet der TV-Sender „Sky News Arabia“. Nach jüngsten Angaben beläuft sich die Todeszahl nach der Selbstmordattacke auf 49 Armeeangehörige. Da sich viele Verletzte in einem kritischen Zustand befinden, kann die Opferzahl noch weiter ansteigen.

Die Attacke ereignete sich vor einem Militärstützpunkt. Zu jenem Zeitpunkt waren dort zahlreiche Armeeangehörige zugegen, um ihren Sold abzuholen. Erst am vergangenen Wochenende waren bei einem ähnlichen Selbstmordanschlag in der Hafenstadt mindestens 40 Soldaten ums Leben gekommen. Auch damals zündete ein IS-Selbstmordattentäter seinen Sprengsatz inmitten der Soldaten, die auf die Auszahlung ihres Solds warteten.

30 Armeeangehörige sterben bei Selbstmordanschlag in Jemen

Unterdessen dauert im Land seit August 2014 ein bewaffneter Konflikt zwischen der jemenitischen Führung und den Huthi-Rebellen an. Die Aufständischen und Teile des Militärs unterstützen den ehemaligen Staatschef, Ali Abdullah Salih, während die Armee und andere Milizen für den aktuellen Staatschef, Abed Rabbo Mansur Hadi, kämpfen.

Seit 2015 fliegt Saudi-Arabien Luftangriffe gegen die Huthi-Rebellen, die den Norden des Landes und die Hauptstadt Sanaa kontrollieren. Laut jüngsten UN-Angaben sollen dem bewaffneten Konflikt bereits 4.000 Zivilisten zum Opfer gefallen sein. Im Süden des Landes sind auch die Terrorgruppierungen „Islamischer Staat“ und „Al-Kaida“ am Werk.