NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg zu „Bild“: „Ein Militäreinsatz kann nicht alle Probleme lösen“

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg zu „Bild“: „Ein Militäreinsatz kann nicht alle Probleme lösen“
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg zu „Bild“: „Ein Militäreinsatz kann nicht alle Probleme lösen“
Der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat in einem Interview für die Boulevardzeitung „Bild“ erklärt, warum das Militärbündnis einen Einsatz in Syrien ablehnt. Dem Norweger zufolge würde die Allianz im Fall einer Intervention in den syrischen Krieg riskieren, dass daraus ein größerer regionaler Konflikt entstünde, und dass dadurch noch mehr Unschuldige stürben. „Ein Militäreinsatz ist in manchen Situationen der falsche Weg“, so der NATO-Generalsekretär.

„Wir erleben in Syrien eine furchtbare menschliche Katastrophe. Manchmal ist es richtig, militärische Mittel einzusetzen – wie in Afghanistan. Aber manchmal wären die Kosten des Einsatzes militärischer Mittel größer als der Nutzen. Mit Blick auf Syrien sind die Nato-Partner zum Ergebnis gekommen, dass der Einsatz von Militär eine schreckliche Situation noch schrecklicher machen würde“, zitiert „Bild“ Jens Stoltenberg.

US-Soldaten in der Stadt al-Kherbeh, nördlich von Aleppo.

Gleichzeitig betonte der NATO-Generalsekretär, dass die Aufgabe der Allianz es sei, die Terrormiliz „Islamischer Staat“ zu bekämpfen. Deutschland trage mit seinen Tornado-Flugzeugen und mit Luftbetankung dazu bei. Man sei dadurch aber nicht Teil der Militäroperation gegen Baschar al-Assad.

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