Doch keine russischen Hacker: WikiLeaks Quelle für NSA-Akten soll im Bundestag sitzen

Doch keine russischen Hacker: WikiLeaks Quelle für NSA-Akten soll im Bundestag sitzen
„WikiLeaks“ soll Akten des NSA-Untersuchungssauschusses von einer Quelle im Bundestag erhalten haben
Nachdem vertrauliche Akten aus dem NSA-Untersuchungsausschuss von der Enthüllungsplattform „WikiLeaks“ veröffentlicht worden sind, vermutet die Polizei nun, dass hinter dem Informationsleck eine Person im Bundestag steckt. Ein Bundestagssprecher hat gegenüber dem „Spiegel“ bestätigt, dass zurzeit „wegen Verletzung des Dienstgeheimnisses und einer besonderen Geheimhaltungspflicht“ ermittelt werde. „Wikileaks“ zufolge stammen die rund 2.400 Dokumente aus verschiedenen Bundesbehörden.

Dem „Spiegel“-Bericht nach sind die deutschen Sicherheitsbehörden überzeugt, dass nicht Hacker die Anfang Dezember veröffentlichten 2.420 Geheimakten kopiert haben. Erst recht gebe es keinen Hinweis darauf, dass das Material 2015 beim Cyberangriff auf den Bundestag gestohlen worden sei. Das Magazin weist dabei darauf hin, dass das der Enthüllungsplattform „Wikileaks“ zugespielte Material 90 Gigabyte umfasse, wobei aus den gehackten Bundestagsrechnern jedoch lediglich rund 16 Gigabyte an Daten gestohlen worden seien. Vor einer Woche hat die „FAZ“ einen hohen Sicherheitsbeamten mit den Worten zitiert, es gebe eine „hohe Plausibilität“ dafür, dass die von Wikileaks veröffentlichten Geheimakten beim Cyberangriff auf den Bundestag erbeutet worden seien, und dass dahinter russische Hacker stecken dürften.

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