IWF will Schulden der Ukraine an Russland ins Hilfsprogramm aufnehmen

IWF will Schulden der Ukraine an Russland ins Hilfsprogramm aufnehmen
IWF will Schulden der Ukraine an Russland ins Hilfsprogramm aufnehmen
Der IWF wird ukrainische Schulden an Russland bei der nächsten Tranche der Finanzhilfen beachten, gab der Chef der IWF-Mission in Kiew, Ron van Rooden, bekannt. "Das wurde immer bei der Entscheidung berücksichtigt, weil es Fristversäumung bei den Anleihen gibt. Wir rufen beide Seiten auf, an der Lösung im Kontext der Erfüllung des Programms zu arbeiten", zitiert Van Rooden RIA Nowosti. Dabei sei die Bereitstellung einer weiteren Tranche an die Ukraine bis Ende 2016 "technisch unmöglich".

Der frühere Abgeordnete der Werchowna Rada, Alexander Onischtschenko, gab vorher im RT-Interview bekannt, dass der Großteil der Geldmittel, die der Internationale Währungsfonds der Ukraine bereitgestellt hatte, für den Krieg verbraucht wurden. "An der Fortsetzung des Krieges ist (der ukrainische Präsident) Poroschenko sehr interessiert. Alle Verträge, die mit diesem Krieg zu tun haben, bis zur letzten Kleinigkeit für den Bedarf der Armee, erfüllen Firmen, die ihm nahe stehen", so Onischtschenko.

Die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds Christine Lagarde mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko auf dem Wirtschaftsforum in Davos in Februar 2016.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko glaubt, dass die Ukraine nicht nur von Kredittranchen des Internationalen Währungsfonds leben kann. Dies schrieb er Ende Oktober auf seinem Twitter-Account. „Die Ukraine kann und wird nicht nur von Tranchen des IWF, der Weltbank und von finanzieller Hilfe der EU leben. Diese Hilfe ist ein ‘finanzielles Kissen‘ für die Durchführung von Reformen“, so Poroschenko.

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