Russland will den Geschäftsführer von Nord Stream AG als unabhängigen Direktor von Rosneft

Russland will den Geschäftsführer von Nord Stream AG als unabhängigen Direktor von Rosneft
Der Geschäftsführer von Nord Stream AG kann zum unabhängigen Direktor von Rosneft werden
Russlands Ministerium für Wirtschaftsentwicklung hat der Regierung vorgeschlagen, den geschäftsführenden Direktor der Nord Stream AG, Matthias Warnig, zum unabhängigen Direktor von Rosneft zu ernennen, berichtet die Zeitung Wedomosti. Das Ministerium begründet den Schritt damit, dass Rosneft drei unabhängige Direktoren braucht, um in der primären Börsennotierungsliste zu bleiben. Zurzeit vertritt der Deutsche im Vorstand der russischen Erdölfirma die Staatsinteressen und stimmt per Weisung ab.

Momentan ist Matthias Warnig einer von insgesamt fünf Staatsvertretern in dem Vorstand des Erdölriesen. Zwei Sitze belegen die unabhängigen Direktoren und zwei Vertreter der britischen BP, die 19,75 Prozent der Aktien von Rosneft besitzt. Da das Unternehmen auf der primären Börsennotierungsliste der Moskauer Börse steht, müssen im Vorstand zumindest drei unabhängige Direktoren sitzen. Widrigenfalls muss die Moskauer Börse Rosneft auf die sekundäre Börsennotierungsliste versetzen.

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Am 12. Dezember hat der Vorstandsvorsitzende von Rosneft, Igor Setschin, angekündigt, dass der Vorstand des Unternehmens derzeit um Vertreter der Schweizer Rohstoffhandelsgruppe Glencore und des katarischen Fonds Qatar Investment Authority erweitert werden sollte. Die beiden Firmen hatten sich am Deal zur Privatisierung von 19,5 Prozent der Aktien von Rosneft beteiligt.