Russischer Außenminister Lawrow: Ständige NATO-Gruppierung im Schwarzen Meer ist eine Provokation

Russischer Außenminister Lawrow: Ständige NATO-Gruppierung im Schwarzen Meer ist eine Provokation
Bei einer Pressekonferenz in Belgrad hat der russische Außenminister Sergei Lawrow zur Initiative der Gründung einer ständigen NATO-Einheit im Schwarzen Meer kommentiert: „Wir sind davon überzeugt, dass im Schwarzen Meer das Bestimmungsrecht den Küstenstaaten gehören muss, vor allem in Fragen der Sicherheit. Deswegen betrachten wir die Idee der Ukraine sowie der rumänischen Nachbarn, dort eine ständige NATO-Gruppierung zu schaffen, als herausfordernd“, zitiert RIA Nowosti den Minister.

Die USA haben eine Reihe von Kriegsschiffen in das Schwarze Meer entsandt, seit die Ukraine-Krise im Jahr 2014 ausbrach. Der Westen, allen voran die NATO, erkennt die Wiedervereinigung der Krim-Halbinsel mit der Russischen Föderation nicht an. Dieser Umstand rechtfertigt nach Lesart westlicher Militärs eine stärkere Präsenz an den Grenzen Russlands.

Die NATO brachte vergangenes Jahr die Möglichkeit der Gründung einer eigenen „Schwarzmeerflotte“ ein. Die Begeisterung der NATO-Staaten am Schwarzen Meer hielt sich in Grenzen. Die Türkei, auf der die neue Flotte militärisch mit 16 eigenen Fregatten basieren würde, lehnt ein solches Ansinnen nach der jüngsten Annäherung ab. Rumänien war ebenso nicht begeistert. Bulgarien hat die Idee angesichts der Nähe des bulgarischen Volkes zu Russland völlig abgelehnt.