Jean-Claude Juncker spricht sich gegen Verhandlungsstopp mit Ankara aus

Jean-Claude Juncker spricht sich gegen Verhandlungsstopp mit Ankara aus
Jean-Claude Juncker spricht sich gegen Verhandlungsstopp mit Ankara aus
Der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, hat in einem Interview für die „Welt am Sonntag“ für die Fortsetzung der Beitrittsgespräche mit der Türkei plädiert. Dem EU-Politiker zufolge lohne es sich „vor allem wegen der Menschen“, mit dem Land im Gespräch zu bleiben. Somit stellt sich Jean-Claude Juncker in der Türkei-Frage gegen das Europäische Parlament.

„Ich halte es im Gegensatz zum EU-Parlament nicht für richtig, die Beitrittsgespräche mit der Türkei einzufrieren. Wir sollten daran arbeiten, dass sich die Türkei wieder auf die Europäische Union zubewegt und sich nicht mit Riesenschritten noch weiter entfernt“, erklärte der Präsident der Europäischen Kommission der „Welt am Sonntag“. Wie dem auch sei, die Behörde arbeite derzeit nicht an der Eröffnung neuer Verhandlungskapitel.

Das Europäische Parlament hat am Donnerstag ein weiteres

Am 24. November hatte das Europäische Parlament für eine Aussetzung der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei votiert. Als Grund für die Maßnahme hatte die EU-Volksvertretung „unverhältnismäßigen Repressionen“ genannt, zu denen es nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei im Juli gekommen war.