Kolumbiens Präsident bekommt Friedensnobelpreis ausgehändigt

Kolumbiens Präsident bekommt Friedensnobelpreis ausgehändigt
Kolumbiens Präsident bekommt Friedensnobelpreis ausgehändigt
Das Norwegische Nobelkomitee hat am Samstag in Oslo dem kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos den Friedensnobelpreis ausgehändigt. Der Politiker habe die Auszeichnung „für seine entschlossenen Anstrengungen, den mehr als 50 Jahre andauernden Bürgerkrieg in dem Land zu beenden“, verdient, heißt es in der Begründung. Die Summe beläuft sich in diesem Jahr auf 932.000 US-Dollar.

Der feierlichen Zeremonie in der norwegischen Hauptstadt wohnten auch einige ehemalige Geiseln der FARC-Guerilla bei. Juan Manuel Santos teilte mit, dass er den Preis unter den Opfern des Bürgerkrieges in Kolumbien verteilen möchte. Der Politiker drückte seine Hoffnung aus, dass das Friedensabkommen mit den FARC-Rebellen in seinem Land auch als Muster für die Lösung der Konflikte in Syrien, im Jemen und im Südsudan dienen könnte.

Hoffnung auf Frieden in Kolumbien: Die Friedensverhandlungen zwischen Regierung und FARC-Guerilla bewegen auch die Menschen auf der Straße.

Die FARC waren 1964 als militärischer Arm der Kommunistischen Partei Kolumbiens gegründet worden. Der bewaffnete Konflikt gegen die Regierung hatte seitdem rund 220.000 Menschen das Leben gekostet. Am 24. November hatten Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos und der Kommandeur der linken Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) Rodrigo "Timochenko" Londoño das endgültige Friedensabkommen geschlossen.

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