USADA-Chef fordert Russlands Sperre wegen „Staatsdoping“

USADA-Chef fordert Russlands Sperre wegen „Staatsdoping“
USADA-Chef fordert Russlands Sperre wegen „Staatsdoping“
Der Chef der US-amerikanischen Anti-Doping-Agentur (USADA) Travis Tygart hat in einem Interview für den Fernsehsender „CNN“ das Internationale Olympische Komitee (IOC) aufgerufen, Russland wegen des Staatsdopingsystems zu bestrafen. Dem USADA-Beamten zufolge enthalte der komplette Untersuchungsbericht von Richard McLaren die erschöpfenden Antworten auf alle Fragen danach, was sich im russischen Sport vor sich geht. Das IOC sollte nun Russland von allen internationalen Wettbewerben suspendieren.

Travis Tygart erklärte, dass das IOC die russischen Sportbehörden noch vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro viel härter hätte bestrafen müssen. Nun hätte das IOC noch eine Chance. Es könnte das Nationale Olympische Komitee Russlands aus der Organisation vorübergehend ausschließen und es dem Land verbieten, internationale Wettbewerbe auszutragen. Die Russische Föderation müsse sein Anti-Doping-System reformieren, sagte der USADA-Chef.

Künftig keine Sportevents in Russland -IOC verlängert Dopingsanktionen gegen Moskau

Zuvor hatte der kanadische Sportrechts-Experte Richard McLaren den zweiten Teil seines Untersuchungsberichts über das „Staatsdoping“ in Russland präsentiert. Demnach sollen gut 1.000 russische Sportler zwischen 2011 und 2015 Teil einer „institutionellen Verschwörung“ gewesen sein.

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