„Times“-Journalist lässt sich nicht von Poroschenkos Anwälten einschüchtern

„Times“-Journalist lässt sich nicht von Poroschenkos Anwälten einschüchtern
„Times“-Journalist lässt sich von Poroschenkos Anwälten nicht einschüchtern
Der britische Journalist Maxim Tucker will an einem Enthüllungsartikel über den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko trotz einer Drohung seiner Anwälte weiterschreiben. Allerdings hat der investigative Reporter gegenüber dem Blatt „Ukrainskaja Prawda“ gesagt, er werde seinen Artikel nur dann veröffentlichen lassen, wenn es ihm gelingen werde, die Anschuldigungen gegen den ukrainischen Staatschef zu beweisen. Übrigens ist er nicht der einzige Journalist, der den Warnbrief bekommen hat.

Maxim Tucker hat im Twitter bekanntgegeben, dass die Anwälte des ukrainischen Präsidenten ihn mit einem Prozess bedrohen, sollte der Journalist den Offenbarungen des Rada-Abgeordneten Alexander Onischtschenko nachhaken. Der ukrainische Parlamentarier will innerhalb eines Jahres kompromittierende Informationen über Petro Poroschenko gesammelt und diese später an die USA überreicht haben. Alexandr Onischtschenko zufolge soll der ukrainische Staatschef Geld aus allen großen Geschäftsleuten „herausgepresst“ haben.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko bei einem Treffen mit der Europäischen Kommission, mit Jean-Claude Juncker und Donald Tusk, im Rahmen des EU-Ukraine-Gipfel in Brüssel, 24. November 2016.