Assange veröffentlicht Aussage zu Vergewaltigungsvorwürfen

Assange veröffentlicht Aussage zu Vergewaltigungsvorwürfen
Assange veröffentlicht Aussage zu Vergewaltigungsvorwürfen
WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat seine umfassende Aussage gegenüber der schwedischen Staatsanwaltschaft veröffentlicht und sich in Bezug auf die ihm vorgeworfenen sexuellen Belästigungen für "völlig unschuldig" erklärt. Damit wurde seine Version des Falls zum ersten Mal publik. Das 19-seitige Statement berichtet von den Einzelheiten des "einvernehmlichen und genussvollen" Geschlechtsverkehrs mit einer Frau namens "SW", dem sechs Jahre "rechtswidriger politisierter Haft ohne Anklage" folgten.

Am 30. November haben die Vereinten Nationen den Einspruch Großbritanniens gegen ihr früheres Urteil zugunsten von Julian Assange als "unzulässig" abgelehnt. Somit müssen London und Stockholm fortan die willkürliche Festsetzung des WikiLeaks-Chefredakteurs in der ecuadorianischen Botschaft beenden. "Nun, da alle Möglichkeiten, in Berufung zu gehen erschöpft sind, erwarte ich, dass Großbritannien und Schweden ihren internationalen Verpflichtungen nachkommen und mich freilassen", kommentierte Assange.

UNO gewährt Freiheit für Assange

Die Regierung Obama hatte im Jahre 2010 strafrechtliche Ermittlungen gegen Julian Assange aufgenommen. Anlass dazu war die Veröffentlichung von Dokumenten, die der Whistleblower Bradley Manning an WikiLeaks übergeben hatte. Schweden stellte im November 2010 einen Antrag auf Auslieferung Assanges, da zwei Frauen ihn beschuldigten, sie sexuell missbraucht zu haben. Assange wies jede Schuld von sich. 2012 beantragte er Asyl in der ecuadorianischen Botschaft in London. Am vorangegangenen Montag hat er schließlich erstmals mit schwedischen Ermittlern gesprochen.