Sergei Lawrow: „Ein ernsthaftes Gespräch mit unseren US-Partnern klappt nicht“

Sergei Lawrow: „Ein ernsthaftes Gespräch mit unseren US-Partnern klappt nicht“
Sergei Lawrow: „Ein ernsthaftes Gespräch mit unseren US-Partnern klappt nicht“
Der russische Außenminister Sergei Lawrow zeigte sich darüber besorgt, dass der Westen die syrische Opposition zu radikalen Handlungen anstachele. Dies sagte er nach seinem Treffen mit dem Generalsekretär des Europarates, Thorbjørn Jagland, am Dienstag in Moskau bei einer Pressekonferenz. Als Beispiel führte Sergei Lawrow die jüngste Attacke auf ein russisches Feldlazarett in Aleppo an. Dem Diplomaten zufolge sei der Angriff eine im Voraus geplante Aktion gewesen.

„Es ist traurig, dass die westlichen Länder, die mit ihrer Besorgnis um die Achtung der Menschenrechte und die humanitäre Situation in Aleppo sowie allgemein in Syrien protzen, tatsächlich ihren Kurs auf die Unterstützung von ausgerechnet Radikalen und Extremisten fortsetzen“, erklärte der russische Chefdiplomat. Außerdem bedauerte er, dass bisher kein ernsthafter Dialog zwischen Moskau und Washington zustande komme. „Wir sehen klar, dass ein ernsthaftes Gespräch mit unseren US-Partnern bisher nicht klappen will. So ist es mit unseren Vereinbarungen mit John Kerry vom 9. September bewandt. Nachdem sie getroffen wurden und in Kraft getreten waren, begannen die Vereinigten Staaten nach Vorwänden zu suchen, um daraus auszusteigen. Schließlich fanden sie einen solchen Vorwand und verkündeten, dass sie aus diesen Vereinbarungen aussteigen würden“, sagte der russische Außenminister.

Gleichzeitig erklärte Sergei Lawrow, dass man jene Extremisten, die sich weigern sollten, die Waffen zu strecken und Aleppo zu verlassen, töten würde. „Hier gibt es keinen anderen Ausweg“, erklärte der Diplomat.

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