Ukrainischer Ex-Parlamentsabgeordneter: Großteil der IWF-Gelder für Krieg ausgegeben

Ukrainischer Ex-Parlamentsabgeordneter: Großteil der IWF-Gelder für Krieg ausgegeben
Ukrainischer Ex-Parlamentsabgeordneter: Großteil der IWF-Gelder für Krieg ausgegeben
Der frühere Abgeordnete der Werchowna Rada, Alexander Onischtschenko, gab im RT-Interview bekannt, dass der Großteil der Geldmittel, die der Internationale Währungsfonds der Ukraine bereitgestellt hatte, für den Krieg verbraucht wurden. "An der Fortsetzung des Krieges ist (der ukrainische Präsident) Poroschenko sehr interessiert. Alle Verträge, die mit diesem Krieg zu tun haben, bis zur letzten Kleinigkeit für den Bedarf der Armee, erfüllen Firmen, die ihm nahe stehen", so Onischtschenko.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko glaubt, dass die Ukraine nicht nur von Kredittranchen des Internationalen Währungsfonds leben kann. Dies schrieb er Ende Oktober auf seinem Twitter-Account. „Die Ukraine kann und wird nicht nur von Tranchen des IWF, der Weltbank und von finanzieller Hilfe der EU leben. Diese Hilfe ist ein ‘finanzielles Kissen‘ für die Durchführung von Reformen“, so Poroschenko.

Die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds Christine Lagarde mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko auf dem Wirtschaftsforum in Davos in Februar 2016.

Zuvor hatte der Gouverneur des Gebiets Odessa, Micheil Saakaschwili, erklärt, dass er die Ukraine vom ausländischen Kapital abhängig sieht. Darunter versteht der Politiker auch die Gelder des Internationalen Währungsfonds. Außerdem verglich Saakaschwili die Ukraine mit Georgien im Jahre 2000, wobei Georgien seiner Meinung nach allerdings korrupter gewesen sei.

Am 15. September hatte der Internationale Währungsfond einen Milliardenkredit für die Ukraine gebilligt. Ursprünglich sollte das Land 1,7 Milliarden US-Dollar bekommen, aber weil es nicht alle Bedingungen im Kampf gegen Korruption und bei der Verbesserung der öffentlichen Verwaltung erzielt hatte, entschied sich der IWF für eine Milliarde. Die Gelder sind Teil eines vierjährigen Hilfsprogramms über insgesamt 17,25 Milliarden Dollar.

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