Saudi-Arabien gründet neue Militärbasis in Dschibuti gegen Iran

Saudi-Arabien gründet neue Militärbasis in Dschibuti gegen Iran
Der Krieg im Jemen erreicht auch die Ostküste Afrikas. Während der Iran Waffen für die mit ihm verbündeten Huthi-Rebellen aus Somalia schmuggeln soll, will Saudi-Arabien einen Truppenstützpunkt in Dschibuti eröffnen.
Dschibuti wird in Kürze die Eröffnung einer Militärbasis von Saudi-Arabien willkommen heißen, hat der Außenminister der ostafrikanischen Republik, Mahamud Ali Jussuf, am Sonntag mitgeteilt. Der neue Stützpunkt soll den Iran von den aus Teheran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen abschneiden. Eine Delegation von hochrangigen Militärvertretern Saudi-Arabiens habe bereits einige geeignete Standorte in Dschibuti besichtigt, meldet die saudische Zeitung Asharq Al-Awsat.

Mahamud Ali Jussuf zufolge würden alle militärischen und strategischen Entwürfe des Abkommens vorliegen, so dass man den Bau beginnen könnte. Ebenso sei das entsprechende Küstengebiet zur Errichtung der Militärbasis für Bodenstreitkräfte oder die Marine vorbereitet. Erstmals wurde ein solches Abkommen im März dieses Jahr diskutiert.

Die Bildung einer Gegenregierung durch die Huthis im Jemen sei kontraproduktiv, meint Analystin Miriam Goldman Eps. Der von den Saudis gestützte Präsident el-Hadi habe eine Maßnahme dieser Art durch seine Sturheit aber gleichsam herausgefordert.

Der Außenminister betonte, dass „es keine Hemmungen bei der Umsetzung des Abkommens gibt und dass die Verzögerung rein technisch ist". Dahinter sollen jedenfalls keine politischen Gründe stehen.

Mit Blick auf den Iran und die saudische Rivalität zu Teheran bemerkte Jussuf, dass Dschibuti alle Beziehungen zur Islamischen Republik abgebrochen hat. Das gehe auf Teherans Politik zurück, die die Untergrabung der „legitimen Regierung des Jemens“ anstrebe. Dabei unterstütze der Iran die schiitischen Huthis im Kampf gegen Saudi-Arabien.

Sowohl Dschibuti als auch Saudi-Arabien scheinen darauf bedacht zu sein, den Iran vom Roten Meer und dem Horn von Afrika zu isolieren. Jüngste Berichte lassen vermuten, dass der Iran Waffen an Huthi-Rebellen aus Somalia schmuggelt.

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