US-Wahl: Keine Stimmennachzählung im Bundesstaat Pennsylvania

US-Wahl: Keine Stimmennachzählung im Bundesstaat Pennsylvania
US-Wahl: Keine Stimmennachzählung im Bundesstaat Pennsylvania
Die ehemalige US-Präsidentschaftskandidatin Jill Stein hat ihren Antrag auf die Stimmennachzählung im Bundesstaat Pennsylvania zurückgerufen. Die grüne Politikerin fasste diesen Beschluss, nachdem das örtliche Gericht für die Prozedur eine Kaution in Höhe von einer Million Dollar gefordert hatte. Jill Stein bezeichnete das Urteil als "empörend". Ihr zufolge sei das ein "beschämendes" und "inakzeptables" Hindernis für die demokratische Beteiligung.

Zuvor hatte eine IT-Expertengruppe erklärt, dass die Wahlsysteme in den Bundesstaaten Wisconsin, Michigan und Pennsylvania gehackt worden sein könnten. Die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Jill Stein teilte mit, sie wolle das Wahlergebnis in den drei Bundesstaaten, in denen Donald Trump über seine Herausforderin Hillary Clinton nur knapp gesiegt hatte, überprüfen lassen. Im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne sammelte die Politikerin die erforderliche Geldsumme und reichte auf den letzten Drücker bei der Wahlbehörde von Wisconsin den entsprechenden Antrag ein. Würde die Demokratin Hillary Clinton nach der Stimmenüberprüfung in den Bundesstaaten Wisconsin, Michigan und Pennsylvania zur Siegerin erklärt werden, würde sie die Mehrheit im Wahlmännerkollegium erhalten. Die Wahlleute werden erst am 19. Dezember formell über die beiden Präsidentschaftskandidaten abstimmen. Der Kongress wird dann das Ergebnis am 6. Januar bestätigen.

Die Präsidentschaftskandidatin der Grünen in den USA, Jill Stein. 2015

Der gewählte US-Präsident Donald Trump bezeichnete den Versuch, die bei der Abstimmung am 8. November abgegebenen Wahlzettel neu auszuzählen, als einen Betrug. Dem Politiker zufolge sei das einfach lächerlich, denn man müsse das Wahlergebnis akzeptieren. "Das Volk hat sich geäußert. Die Wahlen sind zu Ende", resümierte der Milliardär.