Zehntausende Menschen werben in Indonesien für Toleranz

Zehntausende Menschen werben in Indonesien für Toleranz
Zehntausende Menschen werben in Indonesien für Toleranz
Zehntausende Menschen sind auf die Straßen der indonesischen Hauptstadt gegangen, um ihre Mitbürger nach einer muslimischen Protestkundgebung gegen den christlichen Gouverneur des Distrikts Jakarta, Basuki Tjahaja Purnama, zu mehr Toleranz aufzurufen. Die Aktion fiel zeitlich mit dem autofreien Tag zusammen, was die Durchführung der Friedensdemonstration wesentlich erleichterte. Insgesamt warben rund 30.000 Menschen für den interkonfessionellen Frieden in Indonesien.

Am Freitag hatten in Jakarta rund 200.000 Muslime gegen den christlichen Gouverneur Basuki Tjahaja Purnama protestiert. Sie legten dem Politiker zur Last, über den Islam und den Koran besonders herabwürdigend geredet zu haben. Während der Aktion wurde von keinen Rechtswidrigkeiten berichtet.  

Der chinesischstämmige Bürgermeister von Jakarta ist unter der Bevölkerung wegen seiner entschiedenen Korruptionsbekämpfung beliebt. Außerdem gilt Basuki Tjahaja Purnama als Favorit der kommenden Gouverneurswahlen, die für den kommenden Februar geplant sind. Bei den kommenden Präsidentschaftswahlen im Jahr 2019 hat er gute Chancen, zum Vizepräsidenten des Landes ernannt zu werden. In diesem Zusammenhang finden manche Analysten, dass der jüngste Skandal von Gegnern und Rivalen des Politikers inspiriert wäre.

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