Russland unterrichtet Japan über Gefahren der US-Raketenabwehr in Asien

Russland unterrichtet Japan über Gefahren der US-Raketenabwehr in Asien
Russland unterrichtet Japan über Gefahren der US-Raketenabwehr in Asien
Russlands Außenminister Sergei Lawrow hat sich am Samstag in Moskau mit seinem japanischen Kollegen Fumio Kishida getroffen. Obwohl der Schwerpunkt der Verhandlungen auf der Normalisierung der bilateralen Beziehunge lag, erörterten die beiden Chefdiplomaten auch die internationale Agenda. Sergei Lawrow zeigte sich im Gespräch mit Fumio Kishida wegen der Pläne Washingtons besorgt, die US-Raketenabwehr im asiatisch-pazifischen Raum zu stationieren.

"Wir haben unsere japanischen Kollegen auf jene Gefahren aufmerksam gemacht, die wegen der Stationierung von Elementen der globalen Raketenabwehr der USA in dieser Region entstehen. Russland findet, dass die Gewährleistung der regionalen Sicherheit auch auf einer blockfreien Grundlage möglich ist, indem man einen gleichberechtigten universellen Dialog aufgrund der Unteilbarkei der Sicherheit einleitet. Die entsprechenden Mechanismen werden zurzeit bei osasiatischen Gipfeltreffen erörtert", erklärte Sergei Lawrow.

Die amerikanische Aufrüstung auf der Koreanischen Halbinsel hat unterdessen auch zu weiteren Spannungen mit der Volksrepublik China geführt. Insbesondere die Instandsetzung eines amerikanischen THAAD-Systems erregt das Misstrauen Pekings. Die USA und Südkorea behaupten, dieses Raketenabwehrsystem als Schutz vor Nordkorea nutzen zu wollen.