Freiheit für Assange – Britische Berufung gegen UNO-Beschluss zurückgewiesen

Freiheit für Assange – Britische Berufung gegen UNO-Beschluss zurückgewiesen
UNO gewährt Freiheit für Assange
Die Vereinten Nationen haben den Einspruch Großbritanniens gegen ihr früheres Urteil zugunsten von Julian Assange als "unzulässig" abgelehnt. Somit müssen London und Stockholm fortan die willkürliche Festsetzung des WikiLeaks-Chefredakteurs in der ecuadorianischen Botschaft beenden. "Nun, da alle Möglichkeiten in Berufung zu gehen erschöpft sind, erwarte ich, dass Großbritannien und Schweden ihren internationalen Verpflichtungen nachkommen und mich freilassen", kommentierte Assange.

Die Regierung Obama hatte im Jahre 2010 strafrechtliche Ermittlungen gegen Julian Assange aufgenommen. Anlass dazu war die Veröffentlichung von Dokumenten, die der Whistleblower Bradley Manning an WikiLeaks übergeben hatte. Schweden stellte im November 2010 einen Antrag auf Auslieferung Assanges, da zwei Frauen ihn beschuldigten, sie sexuell missbraucht zu haben. Assange wies jede Schuld von sich.

Ihm droht in Schweden ein Prozess im Zusammenhang mit einvernehmlichen Treffen, die mit den zwei Frauen in Stockholm im August 2010 stattgefunden haben sollen, nachdem er dort eine öffentliche Rede gehalten hatte. Einige Vorwürfe gegen Assange wurden bereits wegen Verjährung fallengelassen, dem Vergewaltigungsvorwurf könnte aber noch bis 2020 nachgegangen werden. Im Fall einer Verurteilung droht Assange eine Haftstrafe von bis zu sechs Jahren.

Der Whistleblower selbst sieht in den zweifelhaften Vorwürfen einen von den USA inszenierten Schachzug, um das eigentliche Ziel einer Auslieferung Assanges an Washington durch Schweden möglich zu machen. Assange stellte in Anbetracht der Vorwürfe einen Asylantrag in der ecuadorianischen Botschaft in London, wo er sich seit 2012 aufhält. Am vorangegangenen Montag hat er schließlich erstmals mit schwedischen Ermittlern gesprochen.