Schweizer lehnen nach Referendum schnellen Atomausstieg ab

Schweizer lehnen nach Referendum schnellen Atomausstieg ab
Schweizer lehnen schnellen Atomausstieg ab
Die Bevölkerung der Schweiz hat bei dem heutigen Referendum über die Restlaufzeit von Atomkraftwerken entschieden, dass die fünf Atomkraftwerke im Land nicht vorzeitig vom Netz genommen werden sollen. Die Initiative geht auf die Grünen Partei zurück, die sich für einen "geordneten Ausstieg" aus der Atomenergie einsetzt. Das Grünen-Programm sah vor, dass die Atommeiler generell nach 45 Betriebsjahren stillgelegt werden müssen.

Laut Hochrechnungen wurde das Begehren von 55 Prozent der Schweizer abgelehnt. Für einen Ausstieg sprachen sich 45 Prozent der Bevölkerung aus. Wäre die Initiative durchgekommen, würde das für drei Atommeiler bereits im kommenden Jahr das Aus bedeuten. Kritiker des Volksentscheides befürchteten, dass durch den schnellen Ausstieg Engpässe bei der Stromversorgung entstehen könnten. Der Atomausstieg in der Schweiz war nach der Katastrophe im japanischen Fukushima im Jahr 2011 beschlossen worden. Allerdings hatte sich das eidgenössische Parlament anders als in Deutschland auf keinen konkreten Zeitplan verständigt, wann welches Atomkraftwerk tatsächlich stillzulegen ist.

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