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Südkorea: 1,6 Millionen Menschen protestieren gegen die Staatschefin Park Geun-hye

Südkorea: 1,6 Millionen Menschen protestieren gegen die Staatschefin Park Geun-hye
Südkorea: 1,6 Millionen Menschen protestieren gegen die Staatschefin Park Geun-hye
Die Proteste gegen die südkoreanische Präsidentin Park Geun-hye dauern an. An der jüngsten Kundgebung in Seoul haben sich den Organisatoren zufolge mehr als 1,3 Millionen Menschen beteiligt. Landesweit waren es an die 1,6 Millionen. Nach Angaben der Polizei sollen in der Hauptstadt lediglich 260.000 Menschen auf die Straßen gegangen sein. Die Kundgebung vom Samstag war bereits die fünfte Protestaktion. Erstmals durften die Teilnehmer 200 Meter vor dem Präsidialpalast ihrer Wut Luft machen.

Die Opposition fordert einen möglichst schnellen Rücktritt von Park Geun-hye und warnt vor einer Krise im Land. Wegen des jüngsten Skandals liegt die Beliebtheit der Präsidentin auf einem Rekordtief von 5 Prozent. 90 Prozent der südkoreanischen Bevölkerung missbilligt ihre Politik. Für den Eklat hat die engste Vertraute der Präsidentin, Choi Soon-sil, gesorgt. Obwohl sie kein Amt in der südkoreanischen Regierung bekleidet, hatte sie sich in Staatsangelegenheiten eingemischt, und dabei eigene Interessen verfolgt. Choi Soon-sil soll Reden für die Staatschefin mitverfasst und womöglich Großunternehmen erpresst haben. Park Geun-hye selbst kann nicht auf die Anklagebank gebracht werden, da sie als Staatschefin Immunität genießt. Allerdings vermutet die Generalstaatsanwaltschaft, dass die hochrangige Politikerin eine "wesentliche" Rolle im Korruptionsskandal gespielt hat.

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