Wie die USA wieder groß werden: Trump plant Ausstieg aus TPP-Abkommen

Wie die USA wieder groß werden: Trump plant Ausstieg aus TPP-Abkommen
Wie die USA wieder groß werden: Trump plant Ausstieg aus TPP-Abkommen
„Ich habe vor, eine Erklärung für den Austritt aus dem transpazifischen Freihandelsabkommen - einer potentiellen Katastrophe für unser Land – ausstellen zu lassen“, bekundete der künftige US-Präsident Donald Trump in einer Facebook-Videobotschaft zu seinen Amtshandlungen in den ersten 100 Tagen seiner Präsidentschaft. Dabei betonte er, dass die USA stattdessen faire bilaterale Handelsabkommen aushandeln werden. Das soll Arbeitsplätze und Industrie „wieder an die US-amerikanische Küste bringen“.

Auch das umstrittene TTIP-Abkommen mit Europa könnte von Trump noch gecancelt werden, was die Kritiker freuen würde. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel deutsche Geschäftsleute für ihre Kritik an der Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft stark verurteilt. Dabei warf sie ihnen indirekt Antiamerikanismus vor. "Ich sage es mal ganz vorsichtig: Die Tatsache, dass ein Freihandelsabkommen, das wir mit Russland verhandeln würden, wahrscheinlich nur die Hälfte aller Diskussionen mit sich bringen würde, das muss uns doch zu denken geben", sagte Merkel auf dem Tag der deutschen Industrie in Berlin.

Zuvor hatte der Vizekanzler der Bundesrepublik, Siegmar Gabriel, erklärt, dass die TTIP-Verhandlungen gescheitert seien. Die Gegner des Abkommens glauben, dass es nur die Interessen der transnationalen Unternehmen widerspiegelt, die für eine Lockerung der Kontrolle und Regelungsmaßnahmen in Europa plädieren. Im September hatte es mehrere Anti-TTIP-Demonstrationen in verschiedenen deutschen Städten gegeben.