Syrien: Regierung in Damaskus lehnt Autonomie für Ostaleppo ab

Syrien: Regierung in Damaskus lehnt Autonomie für Ostaleppo ab
Damaskus lehnt Autonomie für Ostaleppo ab
Der syrische Außenminister Walid Muallem hat den Vorschlag des UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, abgelehnt. Demnach sollte der östliche Teil Aleppos eine Selbstverwaltung erhalten. Der Diplomat unterbreitete dem UN-Vermittler einen anderen Plan, berichtet die Nachrichtenagentur SANA. De Mistura solle mit den Kämpfern verhandeln und diese davon überzeugen die Waffen nieder zu legen. Der Rest solle die nordsyrische Metropole durch speziell eingerichtete Korridore verlassen.

"Wir haben mit dem UN-Sondergesandten und seiner Delegation verhandelt. Wir wollten von ihm Informationen über einen Termin für die Wiederaufnahme der innersyrischen Gespräche in Genf bekommen. Davon haben wir aber nichts gehört. Wir haben nicht den Eindruck, dass Herr de Mistura die innersyrischen Gespräche wiederaufnehmen möchte. Vielleicht wartet er einfach ab, bis sich die neue US-Administration oder der neue UN-Generalsekretär an die Arbeit macht", erklärte Walid Muallem.  

Der syrische Außenminister betonte, dass die Arabische Republik Syrien den Vereinten Nationen vertraue und alle beliebigen innersyrischen Gespräche - ob in Genf oder in Damaskus - begrüße. 

Seit Monaten spitzt sich die Situation in der zweitgrößten Stadt Syriens zu. Regierungstruppen und Extremisten leisten sich in der Stadt und deren Umgebung erbitterte Kämpfe. Die östlichen Viertel Aleppos sind nach wie vor in den Händen der Terrorgruppierung "Al-Nusra-Front". Die Extremisten erlauben den Zivilisten nicht, die Stadt zu verlassen.

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