Ukrainischer Konzern droht "Gazprom" mit Tariferhöhung für Gastransit nach Europa

Ukrainischer Konzern droht "Gazprom" mit Tariferhöhung für Gastransit nach Europa
"Naftohas Ukrajiny" droht "Gazprom" mit Tariferhöhung für Gastransit nach Europa
Das ukrainische Unternehmen "Naftohas Ukrajiny" hat die jährliche Gastransitgebühr für den russischen Konzern "Gazprom" berechnet, für den Fall, dass der Prozess vor dem Schiedsgericht in Stockholm gegen "Gazprom" zugunsten von "Naftohas" entschieden wird. In diesem Fall könnte die Transitgebühr um vier Milliarden US-Dollar steigen, teilte der kommerzielle Geschäftsführer des ukrainischen Konzerns, Juri Witrenko, mit. "Naftohas" hatte den Tarif bereits Anfang 2016 auf das Anderthalbfache erhöht.

Juri Witrenko ist der Ansicht, dass der entsprechende Beschluss des Schiedsgerichts in Stockholm eine Art Probe für die Europäische Union in Bezug auf deren Werte sei. Dabei drückte er seine Hoffnung aus, dass Europa diesen Test trotz aller Schwierigkeiten würdevoll bestehen werde. Sollte das Urteil zugungsten von "Naftohas" ausfallen, müsste "Gazprom" eine Entschädigung in Höhe von vier Milliarden US-Dollar zahlen und den Brennstoff zu einem niedrigeren Preis verkaufen, schrieb der kommerzielle Geschäftsführer des ukrainischen Konzerns, Juri Witrenko, auf Facebook.

Der Streit zwischen "Gazprom" und "Naftohas" wird ab Juni 2014 im Schiedsgericht in Stockholm erörtert. Der Gegenstand des Prozesses sind die Verträge über die Gaslieferungen aus Russland in die Ukraine und über den Gastransit durch die Ukraine aus dem Jahr 2009. Die Anhörungen werden am 21. November beginnen. Das Urteil soll voraussichtlich bis Juni 2017 fallen.