Südkorea: Generalstaatsanwaltschaft verdächtigt Staatschefin der Korruption

Südkorea: Generalstaatsanwaltschaft verdächtigt Staatschefin der Korruption
Südkoreas Generalstaatsanwaltschaft verdächtigt Staatschefin Park Geun-hye wegen Korruption
Die südkoreanische Generalstaatsanwaltschaft hat die Freundin der Präsidentin, Choi Soon-sil, offiziell angeklagt. Staatschefin Park Geun-hye selbst, kann nicht auf die Anklagebank gebracht werden, da sie als Staatschefin Immunität genießt, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Allerdings vermuten die Ermittler, dass die hochrangige Politikerin eine "wesentliche" Rolle im Korruptionsskandal spielt.

Die Opposition fordert einen möglichst schnellen Rücktritt von Park Geun-hye und warnt vor einer Krise im Land. Seit einigen Wochen finden in Seoul Massenproteste gegen die Staatschefin statt. Die Präsidialverwaltung behauptet jedoch, dass die Schlussfolgerungen der Generalstaatsanwaltschaft unbegründet und politisch motiviert seien. Man hoffe auf eine unabhängige Untersuchung.  

Südkorea: Mehr als 1 Million Menschen protestieren gegen die Staatschefin Park Geun-hye

Wegen des jüngsten Skandals liegt die Beliebtheit von Park Geun-hye auf einem Rekordtief von 5 Prozent. 90 Prozent der südkoreanischen Bevölkerung missbilligt ihre Politik. Für den Eklat hat die engste Vertraute der Präsidentin, Choi Soon-sil, gesorgt. Obwohl sie kein Amt in der südkoreanischen Regierung bekleidet, hatte sie sich in Staatsangelegenheiten eingemischt, und dabei eigene Interessen verfolgt. Choi Soon-sil soll Reden für die Staatschefin mitverfasst und womöglich Großunternehmen erpresst haben.