Jemen: Medien berichten von Verstößen gegen die kaum begonnene Waffenruhe

Jemen: Medien berichten von Verstößen gegen die kaum begonnene Waffenruhe
Jemen: Medien berichten von Verstößen gegen die kaum angefangene Waffenruhe
Wenige Stunden nach dem Beginn des Waffenstillstandes im Jemen berichten arabische Medien, dass beide Konfliktparteien die Kampfhandlungen fortsetzen. Zuvor hat die arabische Koalition mit Saudi-Arabien an der Spitze eine 48-stündige Waffenruhe im Jemen angeordnet. Die Waffen sollten ab 12 Uhr Ortszeit schweigen.

Der Fernsehsender "Sky News Arabia" berichtete aber, dass die Huthi-Rebellen eine Stunde danach ein Wohnviertel in der Stadt Taizz unter Beschuss genommen hätten. Der Fernsehsender "Al Mayadeen" meldete seinerseits, dass die arabische Koalition mit ihren Luftangriffen gegen die Huthi-Rebellen nicht aufgehört hätte. Nach 12 Uhr wären die Flugzeuge der Koalition drei Bombenangriffe im Bezirk Harad unweit der Grenze zu Saudi-Arabien geflogen.

Der bewaffnente Konflikt zwischen der jemenitischen Führung und den Huthi-Rebellen dauert seit August 2014 an. Die Aufständischen und Teile des Militärs unterstützen den ehemaligen Staatschef, Ali Abdullah Salih, während die Armee und andere Milizen für den aktuellen Staatschef, Abed Rabbo Mansur Hadi, kämpfen. Seit 2015 fliegt Saudi-Arabien Luftangriffe gegen die Huthi-Rebellen, die den Norden des Jemen und die Hauptstadt Sanaa kontrollieren. Laut jüngsten UN-Angaben sollen dem bewaffneten Konflikt bereits 4.000 Zivilisten zum Opfer gefallen sein.