Gesetzvorschlag im US-Senat: Die Präsidentschaftswahl muss direkt werden

Gesetzvorschlag im US-Senat: Die Präsidentschaftswahl muss direkt werden
Gesetzvorschlag im US-Senat: Die Präsidentschaftswahl muss direkt werden
Die Senatorin des US-Bundestaates Kalifornien, Barbara Boxer, hat dem legislativen Organ eine Gesetzesvorlage unterbreitet, die das Wahlmännerkollegium abschaffen soll. Das heißt explizit, dass der Präsident der Vereinigten Staaten in Zukunft direkt gewählt werden könnte, wenn der Vorschlag der demokratischen Senatorin bei ihren Kollegen auf offene Ohren stößt. Barbara Boxer zufolge sei das jetzige US-Wahlsystem "überholt" und "undemokratisch".

"Fox News" bemerkt allerdings, dass es sich bei der Gesetzesvorlage um eine Protestaktion der Demokratischen Partei gegen den Sieg des Republikaners Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen am 8. November handele. Die Erfolgschancen des Dokumentes seien minimal, zumal die Republikanische Partei die Stimmenmehrheit besitzt. Sollte das Gesetz trotzdem verabschiedet werden, wäre es notwendig, dass drei Viertel der Bundesstaaten es innerhalb von sieben Jahren ratifizieren.

"Das Präsidentenamt ist das einzige Amt, in dem man die meisten Stimmen bekommen und trotzdem verlieren kann. Es ist Zeit, dem Wahlmännerkollegium ein Ende zu setzen", so Barbara Boxer.

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump konnte bei den Wahlen am 8. November die meisten Wahlmännerstimmen auf sich vereinen, obwohl für seine Rivalin Hillary Clinton mehr Menschen stimmten: 47,1 Prozent für den Milliardär gegenüber 47,9 Prozent für die ehemalige US-Außenministerin.

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