Russlands Oberstes Gericht lässt den Korruptionsfall des Oppositionellen Nawalny revidieren

Russlands Oberstes Gericht lässt den Korruptionsfall des Oppositionellen Nawalny revidieren
Russlands Oberstes Gericht: "Das Urteil im Fall Alexei Nawalny soll revidiert werden"
Das Präsidium des Oberstes Gerichts der Russischen Föderation hat beschlossen, den sogenannten Fall "Kirowles" überprüfen zu lassen. Der Fall geht ins Jahr 2009 zurück. Nach dem Prozess im Jahr 2013 wurden der Oppositionelle Alexei Nawalny und der ehemalige Chef des Forstbetriebs "Wjatskaja Lesnaja Kompanija" Pjotr Ofizerow wegen der Entwendung von Vermögen des staatlichen Unternehmens "Kirowles" zu fünf bzw. vier Jahren Gefängnis auf Bewährung und einer Geldbuße verurteilt.

Im Februar 2016 wies der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) auf Unregelmäßigkeiten bei der Untersuchung des Falles hin und entschied, dass Alexei Nawalny und Pjotr Ofizerow eine Entschädigung in Höhe von insgesamt 86.000 Euro erhalten sollen. Im Zusammenhang mit dem EGMR-Urteil beschloss nun das Präsidium des Obersten Gerichts der Russischen Föderation, den Fall revidieren zu lassen. Nach der Anhörung erklärte Alexei Nawalny, er hätte freigesprochen werden sollen.

"Ich habe es satt, nach Kirow zu reisen. Nun muss ich das Ganze aufs Neue wiederholen", erklärte der Oppositionelle.