Ukrainische Terrorgruppe auf der Krim gesteht Spionage und Vorbereitung von Sabotageakten

Ukrainische Terrorgruppe auf der Krim gesteht Spionage und Vorbereitung von Sabotageakten
Mitglied der Diversions- und Terrorgruppe des ukrainischen Verteidigungsministeriums, Alexei Bessarabow
Die in Sewastopol inhaftierte ukrainische Diversantengruppe hat gestanden, Aufklärungsinformationen an das Verteidigungsministerium ihres Landes weitergeleitet zu haben. Das geht aus dem Bericht des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB hervor. Die Täter bekannten sich auch zur Vorbereitung von Sabotageakten auf der Halbinsel Krim.

Das Gericht der Stadt Sewastopol auf der Halbinsel Krim hatte am 10. November drei Ukrainer wegen geplanter Sabotage zu Gefängnisstrafen verurteilt. Sie sollen Anschläge auf militärische Einrichtungen und kritische zivile Infrastruktur auf der Krim geplant haben. „Alle drei Beteiligten wurden zu zwei Monaten Haft verurteilt“, zitierte RIA Nowosti einen Sprecher des Gerichtes. Vorher hatten die Täter ihre Schuld bekannt.

Mitglied der Diversions- und Terrorgruppe des ukrainischen Verteidigungsministeriums, Dmitri Styblikow

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hatte am Morgen desselben Tages in Sewastopol die Festnahme einer Diversions- und Terrorgruppe des ukrainischen Verteidigungsministeriums gemeldet. Beim Sondereinsatz wurden bei den Gefangenen starke Sprengsätze, Waffen und Munition sowie spezielle Kommunikationsanlagen beschlagnahmt. Außerdem sollen die Diversanten über Karten der Angriffsziele verfügt haben.

Das ukrainische Verteidigungsministerium hatte die Präsenz eigener Saboteure auf der Krim dementiert. „In Wirklichkeit hat der FSB keine Saboteure festgenommen, weil es keine auf der Krim und in Sewastopol gibt“, meldet Interfax-Ukraina unter Berufung auf den Sprecher des ukrainischen Verteidigungsministeriums für Fragen der Anti-Terror-Operationen, Andrei Lyssenko. Ihm zufolge würde der russische Geheimdienst dadurch versuchen, die Effizienz seiner Arbeit zu demonstrieren. Lyssenko fügte hinzu, dass der FSB sich seiner Meinung nach in eine „Lügenfabrik“ verwandelt hatte.