Myanmar: Einheimische greifen Militärs an - acht Menschen tot

Myanmar: Einheimische greifen Militärs an - acht Menschen tot
Myanmar: Einheimische greifen Militärs an - acht Menschen tot
Bei einer Auseinandersetzung zwischen Militärs und Einheimischen im Norden Myanmars sind acht Menschen getötet worden. Zwei von ihnen waren Armeeangehörige, berichtet Reuters. Der Vorfall ereignete sich im Bundesstaat Rakhaing, als ungefähr 60 Menschen mit Schusswaffen, Messern und Speeren auf die Militärs losgingen. 36 Angreifer wurden festgenommen. Bei ihnen handelt es sich um ortsansässige Muslime, die mit einheimischen Buddhisten streiten.

Der interkonfessionelle Konflikt im Rakhaing-Staat spitzt sich erneut zu. Myanmars Behörden halten die sich zum Islam bekennenden Bengalen für illegale Einwanderer, obwohl sie in der Region seit dem späten 19. Jahrhundert leben. Während der Militärdiktatur hat es kaum Konflikte gegeben. Nach dem Beginn des Demokratisierungsprozesses im Jahr 2010 kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und Buddhisten. Während der Pogrome im Jahr 2012 mussten 100.000 Muslime ihre Häuser verlassen und in Flüchtlingslager ziehen.        

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