Kolumbien: Regierung und Aufständische unterzeichnen neuen Friedensvertrag

Kolumbien: Regierung und Aufständische unterzeichnen neuen Friedensvertrag
Kolumbien: Regierung und Aufständische unterzeichnen neuen Friedensvertrag
Die kolumbianische Regierung und die Spitze der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) haben am Samstag in der kubanischen Hauptstadt Havanna das endgültige Friedensabkommen unterzeichnet. Der neue Friedensvertrag ersetzt die vorige Abmachung, die bei einem Volksentscheid von 50,2 Prozent der Kolumbianer abgelehnt wurde. Einige Experten bezeichnen das neue Dokument als wesentlich besser. Immerhin berücksichtigt es viele kritische Hinweise der Gegner einer Aussöhnung mit der Guerilla.

Die FARC waren 1964 als militärischer Arm der Kommunistischen Partei Kolumbiens gegründet worden. Der bewaffnete Konflikt gegen die Regierung hatte seitdem rund 220.000 Menschen das Leben gekostet. Momentan zählt die Guerillabewegung bis zu 20.000 Kämpfer und gilt in vielen Ländern als terroristisch. Zu den wesentlichen Einnahmequellen der FARC gehören Entführung, Erpressung und Drogenhandel.