Äthiopiens Polizei nimmt im ersten Monat des Ausnahmezustandes 11.000 Personen fest

Äthiopiens Polizei nimmt im ersten Monat des Ausnahmezustandes 11.000 Personen fest
Äthiopiens Polizei nimmt im ersten Monat des Ausnahmezustandes 11.000 Personen fest
Nachdem die äthiopischen Behörden am 9. Oktober einen 6-monatigen Ausnahmezustand im Land ausgerufen hatten, wurden mehr als 11.000 Menschen festgenommen. Die Landesregierung reagiert somit auf die erstmals seit 25 Jahren ausgebrochenen Massenproteste und Unruhen in der Region Oromia. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP werden einigen Verhafteten Angriffe auf Polizisten, Ermordung von Zivilisten, Verweigerung des Staatsdienstes oder Straßenblockaden zur Last gelegt.

Am 2. Oktober hatten sich Tausende Menschen in der Region Oromia südlich der Hauptstadt Addis Abeba zu einem religiösen Festival versammelt. Bald schlug die Veranstaltung in eine Antiregierungsdemonstration um. Als die Polizei gegen die Protestler Tränengas einsetzte, entstand ein Gedränge, in dem mehr als 100 Menschen ums Leben kamen. Die Regierung sprach damals von "einigen" Toten und Verletzten.

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