Ukrainische Diversionsgruppe in Sewastopol inhaftiert

Ukrainische Diversionsgruppe in Sewastopol inhaftiert
Ukrainische Diversionsgruppe in Sewastopol inhaftiert
Das Gericht der Stadt Sewastopol auf der Halbinsel Krim hat drei Ukrainer wegen geplanter Sabotage zu Gefängnisstrafen verurteilt. Sie sollen Anschläge auf militärische Einrichtungen und kritische zivile Infrastruktur auf der Krim geplant haben. „Alle drei Beteiligten wurden zu zwei Monaten Haft verurteilt“, zitiert RIA Nowosti einen Sprecher des Gerichtes. Vorher hatten die Täter ihre Schuld bekannt.

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hatte am Donnerstagmorgen in Sewastopol die Festnahme einer Diversions- und Terrorgruppe des ukrainischen Verteidigungsministeriums gemeldet. Beim Sondereinsatz wurden bei den Gefangenen starke Sprengsätze, Waffen und Munition sowie spezielle Kommunikationsanlagen beschlagnahmt. Außerdem sollen die Diversanten über Karten der Angriffsziele verfügt haben.

Bereits in der Nacht vom 6. auf den 7. August 2016 wurde in der Umgebung der Stadt Armjansk auf der Krim eine Diversionsgruppe entdeckt. Im Verlauf des Schusswechsels, zu dem es bei der Verhaftung der Terroristen kam, wurde ein FSB-Beamter getötet. Die russischen Geheimdienstler konnten vor Ort 20 selbstgebaute Bomben mit einer Sprengkraft von 40 Kilogramm TNT, Munition, spezielle Initialzündmittel sowie herkömmliche Antipersonen- und Magnetminen, aber auch Granaten und Sonderkampfgerät sicherstellen, das zur Bewaffnung der ukrainischen Sondereinsatzkräfte gehört.

Das ukrainische Verteidigungsministerium hatte die Präsenz eigener Saboteure auf der Krim dementiert. „In Wirklichkeit hat der FSB keine Saboteure festgenommen, weil es keine auf der Krim und in Sewastopol gibt“, meldet Interfax-Ukraina unter Berufung auf den Sprecher des ukrainischen Verteidigungsministeriums für Fragen der Anti-Terror-Operationen, Andrei Lyssenko. Ihm zufolge würde der russische Geheimdienst dadurch versuchen, die Effizienz seiner Arbeit zu demonstrieren. Lyssenko fügte hinzu, dass der FSB sich seiner Meinung nach in eine „Lügenfabrik“ verwandelt hatte.

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