US-Luftwaffe bombardiert Mossul seit drei Tagen alle acht Minuten

US-Luftwaffe bombardiert Mossul seit drei Tagen alle acht Minuten
US-Luftwaffe bombardiert Mossul seit drei Tagen alle acht Minuten.
"Das ist ein recht intensives Bombardement, wenn man berücksichtigt, dass jede Bombe eine Präzisionslenkwaffe ist", sagte der stellvertretende Leiter des Combined Air Operations Center, Oberst Daniel Manning. Die Luftangriffe der B-52-Bomber auf IS-Stellungen werden nach Angaben der Washington Times schon seit drei Tagen im Acht-Minuten-Takt durchgeführt. Sie spielen eine große Rolle bei der Unterstützung der irakischen und Koalitionskräfte, die das von den IS-Extremisten besetze Mossul stürmen.

Die russische Außenamtssprecherin, Maria Sacharowa, hat die Anti-Terror-Operation der US-geführten Koalition in Mossul scharf kritisiert. Es gäbe keinen Plan zur Evakuierung der Zivilisten, die im umkämpften Gebiet leben. Seit dem 17. Oktober läuft in der zweitgrößten irakischen Stadt Mossul eine Militäroffensive gegen den IS. Schiitische, kurdische und irakische Einheiten führen den Kampf auf dem Boden. Gleichzeitig greift die US-geführte Koalition die Dschihadisten aus der Luft an.

In einem Post auf Facebook präzisierte Sacharowa ihre Kritik am Vorgehen der Koalitionstruppen wie folgt:

Erstens liegt auf der Hand, dass die Koalition eine totale Informationsblockade betreibt, indem sie keine zuverlässigen Angaben darüber zur Verfügung stellt, was dort vor sich geht. Es herrscht keine Klarheit darüber, ob die Koalitionskräfte vorrücken oder sich doch zurückziehen, wie effizient die ausgewählte Taktik ist, wie groß die Verluste sind, wie viele Lufteinsätze es gegeben hat und wer sie geflogen ist. Man bekommt den Eindruck, als wäre befohlen worden, die Berichterstattung über die Handlungen der Koalition einfach auszusetzen.

Zweitens hat sich die Anti-Terror-Operation, die gerade von den führenden Großmächten des 21. Jahrhunderts durchgeführt wird, in ein mittelalterliches Gemetzel verwandelt, unter dem in erster Linie die Zivilbevölkerung leidet. Einwohner von Mossul sterben massenhaft sowohl durch die Hand der Terroristen als auch durch die Hand der Koalitionskräfte, die gegen die Terroristen vorgehen.

Drittens hat sich herausgestellt, dass kein gründlicher Plan zur Rettung der Zivilisten entwickelt worden ist. Es gibt nicht einmal humanitäre Korridore. Die Evakuierung der Bevölkerung weist keinen systematischen Charakter auf.

Eines ist klar: Gegenüber den in Mossul lebenden irakischen Zivilisten verhält sich die Koalition viel rücksichtsloser als gegenüber den Kämpfern in Aleppo.