Polen will tausende Kampfdrohnen ankaufen

Polen will tausende Kampfdrohnen ankaufen
NATO-Drohne Global Hawk Block 40 beim Gipfeltreffen der Organisation im Juli 2016 in Warschau.
Die polnische Regierung will ihre Armee mit tausenden Drohnen ausrüsten, zitiert "Radio Polen" den Verteidigungsminister Antoni Macierewicz. Die Geräte müssen im Laufe eines Jahres angeschafft werden. Macierewicz zufolge hänge die Leistung dieser Waffenart von ihrer Menge ab, so dass Polen für die Gewährleistung seiner Sicherheit tausende Beobachtungs- und Kampfdrohnen brauche.

Auch das deutsche Bundesverteidigungsministerium plant seit Längerem, Kampfdrohnen eines israelischen Herstellers für die Bundeswehr anzuschaffen. Wie die Fraktion Die Linke im August mittels einer Anfrage in Erfahrung brachte, sollen die unbemannten Flugwaffen auch in Israel stationiert werden.

Auch die Stationierung, der Alltagsbetrieb und die Ausbildung der Piloten sollen in Israel erfolgen. Das erschwert die parlamentarische Kontrolle erheblich. Aus Israel würden die 'Heron TP' in Einsatzgebiete der Bundeswehr verlegt", berichtete Andrej Hunko, der europapolitische Sprecher der Fraktion.

Allerdings scheinen sich die Waffen nur juristisch unter Kontrolle einer deutschen Bundesbehörde zu befinden. Die Wartung der Geräte soll angeblich das Flug- und Rüstungsunternehmen Airbus vornehmen.

Im chinesischen Zhuhai wurde im Rahmen des Luftfahrtsalons der Airshow China-2016 Anfang November die bisher größte Kampfdrohne, Caihong 5, vorgestellt. Ihre Spannweite beträgt 21 Meter, dabei kann die Maschine maximal 60 Stunden lang auf einer Höhe von bis zu zehn Kilometern eingesetzt werden. Die Ausrüstung der Drohne besteht aus höchstens 24 Raketen.