Österreichs Bundeskanzler Christian Kern zu Ankara: "Kein Flüchtlingsabkommen, kein Geld"

Österreichs Bundeskanzler Christian Kern zu Ankara: "Kein Flüchtlingsabkommen, kein Geld"
Österreichs Bundeskanzler Christian Kern zu Ankara: "Kein Flüchtlingsabkommen, kein Geld"
Der österreichische Bundeskanzler, Christian Kern, hat in seinem Interview für die "Kronen Zeitung" für eine konsequente Vorgangsweise der EU gegenüber der türkischen Regierung plädiert. Vor dem Hintergund des aktuellen Dissens zwischen Brüssel und Ankara forderte der Politiker, kein Geld zu zahlen, sollte der Flüchtlingsdeal platzen. Die seit dem 20. März geltende Abmachung sieht unter anderem vor, dass Flüchtlinge, die illegal nach Griechenland kommen, in die Türkei zurückgebracht werden.

Nach der Meinung von Christian Kern suche Ankara "ganz bewusst die Zuspitzung, bei der es nicht mehr ausreicht, rote Linien zu setzen". Nach der Verhaftung führender Oppositionspolitiker müsse sich "Europa jetzt auf die nächsten Schritte in der Politik gegenüber der Türkei vorbereiten", zitiert die "Krone" den österreichisen Bundeskanzler. Die Türkei trete die menschenrechtlichen Standards mit Füßen. Jetzt müssten die politisch-moralischen Überlegungen vor wirtschaftliche Interessen gestellt werden, betonte der Politiker.

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