Indonesien: Mehr als 240 Menschen bei Protesten in Jakarta verletzt

Indonesien: Mehr als 240 Menschen bei Protesten in Jakarta verletzt
Indonesien: Mehr als 240 Menschen bei Protesten in Jakarta verletzt
Am Freitagabend haben sich in Jakarta nach unterschiedlichen Anbaben zwischen 50.000 und 200.000 Menschen versammelt, um gegen den Bürgermeister der indonesischen Hauptstadt, Basuki Tjahaja Purnama, zu protestieren. Dem chinesischstämmigen christlichen Politiker wird vorgeworfen, über den Islam und den Koran besonders herabwürdigend geredet zu haben. Anfangs ist die Kundgebung zwar ruhig verlaufen. Gegen Abend brachen allerdings Ausschreitungen aus.

Sicherheitskräfte reagierten mit Tränengas. Mehr als 80 Ordnungshüter erlitten leichte Verletzungen. Etwa 160 Demonstranten wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Ein älterer Mann starb an einem Asthma-Anfall. Der Bürgermeister von Jakarta ist unter der Bevölkerung wegen seiner entschiedenen Korruptionsbekämpfung beliebt. Außerdem gilt Basuki Tjahaja Purnama als Favorit der kommenden Gouverneurswahlen, die für den kommenden Februar geplant sind. Seine Islamkritik stößt allerdings an. Bei den kommenden Präsidentschaftswahlen im Jahr 2019, hat er gute Chancen, um zum Vizepräsidenten des Landes ernannt zu werden. In diesem Zusammenhang finden manche Analysten, dass der jüngste Skandal von Gegnern und Rivalen des Politikers inspiriert wäre.