Ukrainisches Unternehmen fördert Schiefergas per Fracking

Ukrainisches Unternehmen fördert Schiefergas per Fracking
Ukrainisches Unternehmen fördert Schiefergas per Fracking (Symbolbild)
Die Firma „Ukrhaswydobuwannja“, die dem nationalen Energiekonzern „Naftohas Ukrajiny“ gehört, fördert seit dem vergangenen Oktober Schiefergas per Fracking, um die Abhängigkeit der Ukraine von Gaslieferungen aus Russland zu reduzieren. Das erste Bohrloch sei mit Unterstützung der europäischen Partner in Betrieb genommen worden, weil das Land nur wenig Erfahrungen mit dem Bohren von Tonstein habe, sagte der Vorstandschef von „Naftohas Ukrajiny“, Andrei Kobolew, gegenüber Bloomberg.

Dabei wollte der Unternehmer nicht darauf eingehen, in welcher Region sich das erste Bohrloch befindet. Andrei Kobolew zufolge wolle die Ukraine ihre schon seit Jahren zurückgehende Gasproduktion nun von 20 auf 27 Milliarden Kubikmeter pro Jahr aufstocken, um „selbstständig“ zu werden. Nach Angaben des Amtes für Energiestatistik im US-Energieministerium verfügt die Ukraine insgesamt über 128 Billionen Kubikmeter Schiefergas und belegt mit diesem Kennwert den vierten Platz in Europa. Das Fracking-Verfahren besteht darin, mit Hilfe einer unter hohem Druck zu pressenden Lösung Risse im Gestein zu erzeugen und zu weiten, um an Lagerstätten im tiefen Untergrund zu kommen. Die Fracking-Gegner behaupten, dass dieses Verfahren Boden und Trinkwasser verseuchen und Erdbeben auslösen kann.