UNO: Über 800 Journalisten innerhalb von zehn Jahren getötet, nur zehn Prozent der Täter bestraft

UNO: Über 800 Journalisten innerhalb von zehn Jahren getötet, nur zehn Prozent der Täter bestraft
UNO: Über 800 Journalisten innerhalb von zehn Jahren getötet, nur zehn Prozent der Täter bestraft
„In neun von zehn Fällen entgehen diese Verbrecher ihren Strafen. Die Straflosigkeit, unter der die Unterlassung von Maßnahmen zur gerichtlichen Bestrafung von Menschenrechtsverletzern verstanden wird, manifestiert den Gewaltkreislauf gegenüber Journalisten und macht es notwendig, Maßnahmen dagegen zu treffen“, heißt es in der UN-Pressemeldung zum 'Tag gegen die Straffreiheit bei Verbrechen gegen Journalisten'. Anlass dazu ist die Ermordung zweier französischer Journalisten am 2. November 2013.

Das ukrainische Internetportal Mirotworez, auf Deutsch „Der Friedensstifter“, ruft indirekt zu Straftaten gegen Journalisten auf. Die Webseite veröffentlichte im Mai die Personaldaten von Journalisten, die für die Berichterstattung in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk akkreditiert worden waren. Auf der Liste stehen Mitarbeiter von RT, TASS, der BBC, Echo Moskwy, dem Kommersant, CNN, Bloomberg und vielen anderen Medien. Darüber hinaus sind Vertreter der Menschenrechtsorganisationen Human Rights Watch und Amnesty International auf der Liste zu finden. Ihre Telefonnummern und E-Mail-Adressen sind nun ein offenes Geheimnis.