UN-Sicherheitsrat: Russland unterbreitet Weißbuch zu Kriegsverbrechen in Syrien

UN-Sicherheitsrat: Russland unterbreitet Weißbuch zu Kriegsverbrechen in Syrien
UN-Sicherheitsrat: Russland unterbreitet „Weißes Buch“ zu Kriegsverbrechen in Syrien
Am Freitag hat Russland im Namen des Vorsitzes vom UN-Sicherheitsrat ein sogenanntes „Weißbuch“ zu Syrien vorgelegt, gab die Zeitung Iswestija bekannt. Das offizielle Dokument soll die Verbrechen der von den USA angeführten internationalen Koalition auf dem Territorium Syriens behandeln. Unter anderen sollen sich das russische Verteidigungs- und Außenministerium an der Vorbereitung des Buches beteiligt haben.

Generalleutnant Sergej Rudskoi hat am 26. Oktober bei einem Pressebriefing mit den Vorwürfen des Westens, dass Russland angeblich willkürliche Luftangriffe in Syrien durchführen lasse, aufgeräumt. Er legte Bildbeweise vor.

In Medienberichten hieß es zuvor beispielsweise, dass Russland ein Krankenhaus in Aleppo angegriffen und zerstört hätte. Die jüngsten Aufnahmen belegen jedoch, dass das Krankenhaus nach wie vor unversehrt ist, und die Vorwürfe somit haltlos sind. Rudskoi kam nach der Widerlegung der Vorwürfe wegen angeblicher Kriegsverbrechen in Syrien auf die Anti-IS-Operation in der irakischen Stadt Mossul zu sprechen, die letzte Woche begonnen wurde. Dabei machte er den USA schwere Vorwürfe. Russland beobachte die Situation in Mossul sehr genau und wisse, dass etliche Luftangriffe der US-Koalition Zivilisten und zivile Infrastruktur getroffen hätten. Dazu gehören unter anderem eine Mädchenschule sowie Wohnviertel östlich und westlich von Mossul. Durch sie seien allein die letzten drei Tagen über 60 Menschen, darunter auch Kinder, getötet und über 200 verletzt worden. Zudem ist die Operation bisher wenig erfolgreich gewesen, und die Aufzeichnungsdaten russischer Militärtechnik belegen, dass Hunderte IS-Terroristen aus Mossul nach Syrien geflohen sind.