NATO sagt Expertentreffen zur Sicherheit an der Ostsee in Moskau ab

NATO sagt Expertentreffen zur Sicherheit an der Ostsee in Moskau ab
NATO sagt Expertentreffen zur Sicherheit am Ostsee in Moskau ab
Die NATO hat den Vorschlag Moskaus, ein Treffen von Militärexperten zur Besprechung der Sicherheitssituation an der Ostsee durchzuführen, abgelehnt, berichtet der Sender Rossija 24 unter Berufung auf den ständigen Vertreter Russlands bei der NATO, Alexander Gruschko. Ihm zufolge wäre es eine Gelegenheit gewesen, „alle Aspekte eines sicheren militärischen Luftverkehrs in der Region sehr entpolitisiert“ zu besprechen. Die Entscheidung der NATO-Staaten nannte Gruschko „ziemlich kennzeichnend“.

Das militärische Aufbäumen der NATO an den Grenzen Russlands seit dem Ende des Kalten Krieges schaffe „offensichtliche Risiken“, warnte Alexander Gruschko am Donnerstag nach dem Treffen der NATO-Verteidigungsminister in Brüssel am Mittwoch. „Militärspezialisten aus den Mitgliedsstaaten der Allianz setzen die Beschlüsse des Warschauer Gipfels vom Juli um und erfüllen damit ihre Programme zur Konfrontation im Rahmen militärischer Planungen und Vorbereitungen in den Gebieten entlang unserer Grenzen“, informierte der russische Diplomat. „Zur Stärkung der sogenannten Ostflanke des Bündnisses werden auf Bataillonsebene verstärkt multinationale Kontingente gebildet, die ab Anfang 2017 im Baltikum und Polen stationiert werden. Darüber hinaus ziehen sie die Bildung einer losen Brigade in Rumänien und einige spezifische Optionen für die Präsenz der NATO im Schwarzen Meer in Erwägung“.

Eine solche dramatische Entwicklung gefährde die russischen Beziehungen zur NATO, die im Gründungsgesetz der multilateralen Kooperation verankert wurden, erklärt Gruschko.

„Die NATO und vor allem die Vereinigten Staaten sind damit beschäftigt, das Schwarze Meer mit ihren multifunktionalen Kampfplattformen mit einem ernstzunehmenden Offensiv- und Raketenpotenzial zurückzugewinnen, während die westliche Bevölkerung von Bewegungen russischer Schiffe in internationalen Gewässern eingeschüchtert ist“, sagte der russische Staatsvertreter.

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