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Bei Parlamentswahl in Island kann man für toten Kandidaten abstimmen

Bei Parlamentswahl in Island kann man für toten Kandidaten abstimmen
Bei Parlamentswahl in Island kann man für toten Kandidaten abstimmen
Die Wahlkommission hatte die Parteilisten am 16. Oktober gebilligt, aber am 18. Oktober war das Mitglied der Bewegung Links-Grüne, Jónsteinn Haraldsson, im Alter von 92 Jahren dahingegangen. Das isländische Innenministerium beschloss aus zeitlichen Gründen und Achtung vor dem Verstorbenen seinen Namen von den Stimmzetteln nicht zu streichen. Sollte er ins Parlament doch gewählt werden, wird seine Stelle der nächste Kandidat aus seiner Partei bekommen. Die Wahl finden am 29. Oktober statt.

Im April war der isländische Premierminister Sigmundur Davíð Gunnlaugsson zurückgetreten, nachdem seine angeblichen Schwarzgeldkonten durch die sogenannten Panama Papers ans Licht gekommen waren. Er hatte es Berichten zufolge unterlassen, seine Anteile an einer Briefkastenfirma mit Sitz in den britischen Jungferninseln anzugeben. Das Parlament wurde trotzdem nicht aufgelöst, nur die vorgezogenen Neuwahlen wurden beschlossen.

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