Italien: Proteste in Gorino gegen Einzug von Flüchtlingen

Italien: Proteste in Gorino gegen Einzug von Flüchtlingen
Italien: Proteste in Gorino gegen Einzug von Flüchtlingen
Die Einwohner der Stadt Gorino in der norditalienischen Provinz Ferrara haben in der Nacht zum Dienstag alle Einfahrtswege gesperrt. Sie haben Barrikaden errichtet, um einen Bus mit Flüchtlingen an der Zufahrt zu einer in eine Flüchtlingsunterkunft umgewandelten Jugendherberge zu verhindern. Dies teilten italienische Medien mit. Nach langen Verhandlungen mit den Einwohnern wurde beschlossen, die Flüchtlinge an einem anderen Ort unterzubringen.

Zuvor hatte der Polizeichef der Provinz Ferrara, Michele Tortora, beschlossen, die Jugendherberge als Flüchtlingseinrichtung zu nutzen. Der Grund dafür sei, dass es zu Engpässen bei der Unterbringung von Flüchtlingen gekommen war. Als Protest dagegen weigerten sich etwa 2.000 Fischer, in See zu stechen. Viele Familien ließen ihre Kinder nicht zur Schule gehen. 

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