Syrien-Konflikt: Steinmeier verteidigt Nein zu Sanktionen gegen Russland

Syrien-Konflikt: Steinmeier verteidigt Nein zu Sanktionen gegen Russland
Syrien-Konflikt: Steinmeier verteidigt Nein zu Sanktionen gegen Russland
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat betont, dass neue Russland-Sanktionen den Menschen in Aleppo nichts bringen würden. „Viele wollen ja wissen, dass die Sanktionsandrohung die Lage in Syrien, erst recht in Aleppo, verändert hätte“, sagte Steinmeier im Interview mit dem TV-Sender ARD. Eine Entscheidung für neue Sanktionen gegen Russland wäre „gut für eine gute Schlagzeile am nächsten Morgen. Den Menschen hilft das nicht“, erklärte der Minister.

„Worum es geht, ist, nach Möglichkeiten zu suchen, wie wir humanitäre Korridore öffnen, über die wir Lebensmittel, Wasser nach Ost-Aleppo hineinbekommen. Wie wir die Verletzten wieder heraus transportieren“, sagte Steinmeier.

Am 20. Oktober war bei dem EU-Gipfel in Brüssel von neuen konkreten Sanktionen gegen Russland keine Rede gewesen. Doch haben die Staats- und Regierungschefs das Vorgehen Russlands in Syrien stark kritisiert. „Die EU-Regierungschefs haben auf zahlreiche Aktivitäten Russlands aufmerksam gemacht: Verletzungen der Lufträume, Desinformationskampagnen, Cyberangriffe, Eingriffe in die politischen Prozesse in der EU und vieles mehr“, so der EU-Ratspräsident Donald Tusk.

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