Bagdad will keine Militärhilfe Ankaras bei IS-Bekämpfung annehmen

Bagdad will keine Militärhilfe Ankaras bei IS-Bekämpfung annehmen
Bagdad will keine Militärhilfe Ankaras bei IS-Bekämpfung annehmen
Der irakische Ministerpräsident, Haider al-Abadi, hat auf die türkische Militärhilfe bei der Bekämpfung der Terrormiliz "Islamischer Staat" verzichtet. Im Gespräch mit dem Pentagon-Chef, Ashton Carter, der am Samstag in Bagdad eingetroffen war, betonte Haider al-Abadi, dass der Irak die Türkei und andere Staaten der Region nur im Notfall um Hilfe bitten werde. Momentan sei das nicht notwendig. Die Anti-IS-Operation werde von der ikranische Armee und den Kurden durchgeführt.

Nach der Meinung des irakischen Ministerpräsidenten, versuche Ankara durch die Abschickung seiner Militärs in den Nachbarstaat seine Einflusssphäre auszubauen, statt den "Islamischen Staat" zu bekämpfen. Zuvor habe die Türkei auf die Hilferufe aus Bagdad nicht reagiert. Nun schicke Ankara eigenwillig ihre Militärs in den Irak.     

Am 17. Oktober hat die irakische Armee eine Operation zur Rückeroberung der letzten IS-Hochburg im Norden des Landes gestartet. Die Beziehungen zwischen der Türkei und dem Irak bleiben nach der Einführung eines türkischen Militärkontingents Ende 2015 unter dem Vorwand der IS-Bekämpfung verschärft. Seitdem ruft Bagdad Ankara auf, die ungefähr 500 Militärs abzuziehen, weil ihre Präsenz illegal ist.