Kiew holt Flug nach Minsk zurück - Grund: Maidan-Gegner an Bord

Kiew holt Flug nach Minsk zurück - Grund: Maidan-Gegner an Bord
Kiew holt Flug nach Minsk zurück. Grund: Maidan-Gegner an Bord
Der Flug B2-840 der Fluggesellschaft "Belavia", der in Kiew mit Ziel Minsk abgehoben war, musste 50 Kilometer vor der weißrussischen Grenze umkehren. Die Piloten wurden gewarnt, dass die ukrainischen Behörden die Boeing 737-800 mit 136 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern an Bord mit Jagdflugzeugen abfangen würden, sollte der Jet nicht nach Kiew zurückfliegen. Der ukrainische Fluglotse habe den Grund nicht erklärt, hieß es in der weißrussischen Fluggesellschaft.

Nach Angaben der ukrainischen Zeitung "Strana.ua" galt die Maßnahme dem bekannten Maidan-Gegner Armen Martirossjan. Der oppositionelle Journalist wurde sofort nach der Landung von der Polizei festgenommen. Nach der Auftankung hob das Flugzeug ohne ihn in Richtung Minsk wieder ab. Später teilte "Belavia" mit, dass Armen Martirossjan mit der nächsten Maschine nach Minsk abgeflogen war. Der Journalist gab danach auf Facebook an, dass er bereits in Moskau sei. Zu dem Vorfall wollte er sich nicht äußern. Ein "Anruf des Freundes" könne viele Probleme lösen, kommentierte Armen Martirossjan wortkarg. Inzwischen will die weißrussische Fluggesellschaft "Belavia" von der ukrainischen Flugverkehrssicherheit "Ukraeroruch" eine Entschädigung einklagen.

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