Mossul: IS-Kämpfer nutzen 550 irakische Familien als menschliche Schutzschilde

Mossul: IS-Kämpfer nutzen 550 irakische Familien als menschliche Schutzschilde
IS-Kämpfer nutzen 550 irakische Familien als menschliche Schutzschilde in Mossul
Die Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat sollen etwa 550 irakische Familien gefangengenommen haben, um sie als menschliche Schutzschilde in Mossul zu nutzen. In der Gefangenschaft der Terroristen sollen sich Einwohner der bei Mossul liegenden Dörfer befinden. Dies teilte die Sprecherin des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Ravina Shamdasani, mit.

In der Nacht zum Montag hatte die Offensive der irakischen Armee zur Rückeroberung von Mossul aus den Händen der Terrormiliz Islamischer Staat begonnen, erklärte Iraks Ministerpräsident Haider al-Abadi.

„Die Stunde des Sieges hat geschlagen“, sagte Abadi im irakischen Fernsehen. „Ich erkläre den Beginn dieser siegreichen Operation, um Euch von der Gewalt und dem Terror von Daesch zu befreien“, erklärte der Ministerpräsident.

Am Freitagmorgen hatten drei Selbstmordattentäter ein Kraftwerk eines iranischen Unternehmens in der Stadt Dibis angegriffen. Dabei wurden mindestens 16 Menschen getötet. Einige Stunden zuvor hatten Terroristen ein Polizeirevier in der nordirakischen Stadt Kirkuk, 40 Kilometer von Dibis entfernt, attackiert. "Die Sicherheitskräfte konnten einen von ihnen [den Terroristen – RT] liquidieren. Weitere drei haben sich in die Luft gesprengt", so ein Mitarbeiter des kurdischen Geheimdienstes. 

Danach drangen Kämpfer der Terrormiliz in Wohnhäuser und Moscheen in der nordirakischen Stadt Kirkuk ein. Sie sollen auch in ein Kindergartengebäude eingebrochen sein. Viele Zivilisten sollen als Geiseln genommen worden sein.