Luftangriff auf Hassajek: "Belgien führt die Welt absichtlich in die Irre"

Luftangriff auf Hassajek: "Belgien führt die Welt absichtlich in die Irre"
Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, beschrieb in einer Pressekonferenz die Flugroute von zwei belgischen F-16-Kampfjets, die am 18. Oktober das syrische Hassajek bei Aleppo angegriffen hatten. Die Jets wurden sofort identifiziert, weil sie vorher mehrmals in den Zonen geflogen sind, die durch russische und syrische Luftabwehrmittel beobachtet werden, so dass ihre einmaligen Merkmale „radarbekannt“ sind.

Die Angaben bekam man von russischen Luftabwehrmitteln, mit denen man die Lage über ganz Syrien rund um die Uhr überwacht, und den syrischen, die im vergangenen Jahr wieder aufgebaut wurden. Die Maschinen starteten am 18. Oktober in Jordanien, beflogen den Irak, tankten in der Luft vom US-amerikanischen Tankflugzeug nahe des syrischen Deir ez-Zor, flogen die syrisch-türkische Grenze entlang, griffen das syrische Dorf Hassajek in der Provinz Aleppo an, tankten auf dieselbe Weise wie vorher wieder, streiften das Territorium um Azaz ab und verließen den syrischen Luftraum in Richtung des Irak. Wenn der belgische Verteidigungsminister, Steven Vandeput, die Präsenz seiner Kampfjets vom Typ F-16 über der Ortschaft Hassajek in der Provinz Aleppo dementiert, könne es Konaschenkow zufolge folgendes bedeuten: Entweder führt er die belgische und Weltgemeinschaft absichtlich in die Irre, oder betrügen seine Untergeordneten zusammen mit den US-Militärs die Führung Belgiens.

Steven Vandeput hatte die Vorwürfe im Interview mit De Redactie.be "sinnlos" genannt. "Gewöhnlich sprechen wir nicht darüber, wo wir aktiv sind, aber ich kann Hand aufs Herz bestätigen, dass wir über in diesen Tagen nicht die Region geflogen sind".

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Bei einem Luftangriff auf den Ort Hassajek in der Provinz Aleppo wurden mindestens sechs Menschen getötet, weitere vier wurden verletzt. Dabei seien zwei belgische Kampfjets vom Typ F-16 im Einsatz gewesen. „Bei der Bombardierung wurden zwei Wohnhäuser zerstört und sechs Menschen getötet, vier erlitten Verletzungen verschiedener Schweregrade. Weder russische noch syrische Luftstreitkräfte befanden sich in der Region“, heißt es auf der Webseite des russischen Verteidigungsministeriums.

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